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Himmelfahrtswochenende ist Kottmar-Wochenende [05.06.2025]

Und weil das Springen in der Oberlausitz ein ganz besonderes unter den Vereinsspringen ist, zog es auch wieder eine Auswahl an Rothenburger Skispringern auf den Kottmar.

Nicht nur die vielen Sachpreise für die bestplazierten Sportler machen das Springen attraktiv sondern auch die regelmäßig große Zuschauerkulisse, das internationale Starterfeld, die Videoleinwand und das musikalische Rahmenprogramm, das den sportlichen Wettkämpfen eine Art Volksfestcharakter verleiht.

Da ist Aufregung bei den Sportlern vorprogrammiert. So waren auch unsere Springer ganz heiß auf die Wettkämpfe und nahmen sich viel vor.

Benno Lux startete am Samstag als erster und jüngster Rothenburger in die Wettkämpfe und konnte in der Altersklasse 8 auf der 11.0m-Schanze überzeugen: Er kam auf Platz 2 und sicherte damit den ersten Podestplatz für Rothenburg.

Sein Bruder Arthur trat auf derselben Schanze in der AK 10 an und zeigte, dass auch er sich überregional durchsetzen kann. Er erzielte die besten Weiten (als einziger schaffte er die 10.0 Meter) und setzte auch eine ordentliche Landung.

Damit siegte er souverän und mit deutlichem Abstand zu Platz 2.

Für Justus Häfner war es die erste Kottmar-Teilnahme. So viele Eindrücke, soviel Aufregung, eine unbekannte Schanze, dann noch die Videoleinwand, dass musste alles erst einmal verarbeitet werden. Dennoch konnte er sich gut auf seine Sprünge konzentrieren und sprang auch weitenmäßig vorne mit. Lediglich die Haltungsnoten verhinderten einen Podestplatz und brachten ihn auf Platz 5.

Lotta Thörmer startete bei den Mädchen I ebenfalls auf der 11.0m-Schanze.

In der mit 22 Teilnehmern am stärksten besetzten Altersklasse herrschte eine extrem hohe Leistungsdichte. Hier waren eine saubere Flughaltung und Landung neben Top-Weiten gefragt, um ganz vorne mithalten zu können. Umso beachtlicher ist der vierte Platz für Lotta, den sie sich auch dank sehr guter Haltungsnoten redlich verdient hat.

Dass sie mit nur einem Punkt Abstand denkbar knapp an Platz 3 vorbeischrammte, mag zwar im ersten Moment ärgerlich sein, dennoch zeigt es, dass Lotta zu den Top-Springerinnen ihrer Altersklasse zählt.

Richtig schwer ließ es sich zunächst für Johanna Fuchs an. Ihre Altersklasse Mädchen 2 startete bereits auf der 28.0m-Schanze. Da diese im Hang der großen Kottmarschanze (K50) steht, flößt sie schon sehr viel Respekt bei den jungen Springerinnen ein.

Doch Johanna nahm allen Mut zusammen, tastete sich langsam an die Schanze heran und steigerte sich im Training von Sprung zu Sprung. Als eine der jüngsten ihrer Altersklasse kam sie auf Platz 11 und kann stolz sein, diese Schanze gemeistert zu haben.

Damit war der erste Wettkampftag geschafft.

Am Sonntag ging es dann auf der großen Kottmarschanze zur Sache.

Hier startete zunächst Magdalena Fuchs bei den Mädchen III, die sich aus drei Jahrgängen zusammensetzte. Magdalena gehörte zum jüngsten Jahrgang, so dass es für sie Premiere auf dieser Schanze war und viele Springerinnen ihr bereits wesentlich mehr Erfahrung voraus hatten, zumal einige von ihnen schon auf den Sportschulen traineren. An Mut, von dieser großen Schanze zu springen, mangelte es nicht; die für kleine Springerinnen wie Magdalena viel zu hohe Balkenhöhe war dagegen für sie eine echte Herausforderung.

Magdalena reihte sich mit ihren Sprüngen auf Platz 16 ein und ließ dabei noch einige Mädchen hinter sich.

Die Damenklasse bot einen Wettkampf mit Seltenheitswert: Josephin Laue, designierte Kadersportlerin in der deutschen Skisprung-Nationalmannschaft, die jahrelang auf den Weltcup-Schanzen überall in der Welt unterwegs gewesen war und nun ihre Karriere beendet hat, und ihre Schwester Pauline, die dem Leistungssport schon vor Jahren den Rücken gekehrt hatte, sprangen beide in derselben Altersklasse vom Bakken. Josi machte nach den zwei regulären Sprüngen als letzte Springerin noch einen dritten und wurde im Auslauf von einer Skispringergarde im Spalier empfangen, die sie mit einer ausgiebigen Sekt-Dusche vom aktiven Profi-Skiprungzirkus verabschiedeten.

Im Ranking kam Josi ganz knapp vor Pauline auf Platz 3; so waren beide Schwestern nicht nur in der Altersklasse sondern auch in der Platzierung so quasi "wiedervereint".

Lukas Richter startete bei den Junioren und holte sich hier ebenfalls Platz 3. Seine Weiten von 54.0 und 51.5 Meter waren dabei hervorragend. Allerdings war auch die Konkurrenz in exzellenter Verfassung, so dass er sich in einem tollen Wettkampf mit Bronze begnügen musste.

Marco Hoffmann und Dawid Kaszuba starteten bei den Herren 21. Dabei kam Dawid auf Platz 5, Marco landete auf Platz 8.

Und wie immer zum Schluss unser Ü50-Oldie Andreas Teubner. Er sicherte sich in der Klasse der "Fossilen Elemente" (O-Ton Schanzensprecher) Silber und machte damit die hervorragende Erfolgsquote unserer zwölf Rothenburger komplett.